Dr. Christoph Joseph Pretzer

Die Beklagung antiker und biblischer Städte in mittelalterlicher Literatur und Geschichtsschreibung

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christoph.pretzer@st-hildas.ox.ac.uk
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Universität Bern
WBKolleg / IFN
Muesmattstrasse 45
3012 Bern

Dr. Christoph Joseph Pretzer

Christoph Pretzer ist ein interdisziplinär arbeitender Mediävist, der sich zwischen den Fächern der Germanistik und der Geschichtswissenschaften bewegt und sich vor allem für Fragestellungen aus dem Bereich der Narratologie und der Historiographie interessiert. Nach seinem Master-Abschluss in Interdisziplinären Mittelalterstudien an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, wurde er an der Universität Cambridge 2017 mit einer Arbeit zur Historiographie der Kaiserchronik promoviert. Es folgten Dozenturen am King's College London und an der Universität Oxford.

Dissertation

Historical Distance and Difference in the 12th-century Middle High German Kaiserchronik

Forschungsprojekt

Die Beklagung antiker und biblischer Städte in mittelalterlicher Literatur und Geschichtsschreibung

Forschungsschwerpunkte

Der Fall von biblischen und antiken Städten im Mittelalter
Wie wurden Erzählungen vom Fall antiker und biblischer Städte in mittelalterlichen Texten genutzt, um politische und kulturelle Identitäten im transalpinen Europa zu formen?

Städteklage und Beklagung
Welche Techniken und Traditionen der Klage nutzen mittelalterliche deutschsprachige Texte, um den Fall von Städten zu kommunizieren oder zu bewältigen?

Deutschsprachige Geschichtsschreibung im Mittelalter
Wie verhalten sich die lateinische und die deutsche volkssprachliche Geschichtsschreibung vor allem des 12. Jahrhunderts zueinander?

Mittelalterliche Perspektiven auf die Antike
Welche Bilder und Vorstellungen machte sich die Gesellschaft des deutschsprachigen Mittelalters von der Antike und wie nutzte und vermittelte sie diese Bilder?

Die Kreuzzüge in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters
Wie schlagen sich Austausch und Konflikt mit der islamischen Welt zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert in der deutschsprachigen Textproduktion dieser Zeit nieder?